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Bangkok´s neuer Flughafen
- Suvarnabhumi
Das angebotene Programm
begann bereits im November 2005 auf dem Thai German Symposium und
endete mit fünf Vorträgen in drei verschiedenen Clubs
und als Krönung mit der Fahrt zum neuen Flughafen.
Am 27. Juli 2006 starteten die ersten zwei Busse zur
Trial Operation.
Von Seiten des Flughafenbetreibers Airports of Thailand war es an
beiden Tagen ein warmer und herzlicher Empfang. Als erstes wurde
ein Cartering-Frühstück gegeben und einige Instruktionen
erteilt, unter anderem, dass jeder nach Herzenslust fotografieren
und filmen darf – ABER bitte nicht für kommerzielle Fälle,
wie TV oder Firmenreklame.
Wir leben in Pattaya, schrieb ich eingangs, so ist es nicht verwunderlich,
dass diese Weisung nicht so ernst genommen wurde. Der erste TV-Bericht
folgte prompt am Freitagabend und zeigte einen 10minütigen
Film über den Airport.
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Jeder Teilnehmer hat von der AoT
als Dankeschön 250 Baht Aufwandsentschädigung, ein
Airport-T-Shirt und ein Airport-Puzzle als Geschenk bekommen.
Folglich war das ein Tag, an dem jeder Teilnehmer mit einem
Wert von mehr als 500 Baht beglückt wurde. Ausserdem wurden
alle Teilnehmer mit Essen und Trinken versorgt.
Die Versuchsphase, zu der wir eingeladen
waren, konnten einige aus gesundheitlichen Gründen nicht
voll durchstehen, versprochene Rollstühle wurden, obwohl
vorhanden, nicht zur Verfügung gestellt. Man braucht Leute,
die mindestens einen fünf Kilometer Fußmarsch durch
den weitläufigen Flughafen duchstehen können. Dazu
hätte man lieber Sportstudenten für die Versuchsphase
ausgesucht, doch wusste man, das junge Menschen unerfahrener
sind und so dem Ziel des Airport-Testes nicht die verwertbaren
Ergebnisse bringen, die erfahrene Flugreisende bieten können.
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Der neue Flughafen ist ein Meisterwerk, ein Meisterwerk an
Größe, Eindruck und Technik.
Das Kühlsystem arbeitet bereits und zwar sehr effizient,
die konves-konkav linsenförmigen Kühlelemente sind
formschön und stehen überall. Kombiniert mit Lautsprechern
verbinden sie gekonnt mehrere Funktionen. Vielleicht hätte
man noch Feuerlöscher und Notruf- und Rückruffunktionen
darin unterbringen können, denn Feuerlöscher fanden
wir zu wenige, besonders in den Bereichen Check-in und der Immigration
Area. Auch Fluchtwege erschienen uns zu wenige – oder
sie sind zur Zeit noch gut versteckt oder schlecht ausgezeichnet.
Die Beschriftungen aller Einrichtungen sind noch verbesserungswürdig.
Über den Köpfen der abfliegenden Passagiere erhebt
sich eine über 20m Meter hohe Halle, die einen freien Blick
über mehr als 400 Meter von der Eingangsdrehtür 1
bis zur Eingangsdrehtür 10 ermöglicht, sodass in zehn
bis 15 Metern Höhe zwei bis drei Meter hohe Tafeln mit
Orientierungen hängen könnten. Das bietet sich einfach
an! |
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Von den Testpersonen wurden auch die als zu klein
empfundenen Schriften auf den TV-Bildschirme mit den Abflugzeiten
bemängelt. Es werden Tafeln wie auf dem Frankfurter Flughafen
vermisst, die an mehreren Stellen in 10 Metern Höhe auf
einer Fläche von 4 x 10 m alle in den nächsten Stunden
stattfindenden Flugbewegungen zeigen. In der Abflughalle werden
alle Inlandsflüge auf der linken Seite eingecheckt, alle
Star-Alliance-Flüge in der Mitte und alle anderen interkontinentalen
Flüge rechts. Die Billig-Airlines und innerasiatischen
Verbindungen liegen dazwischen.Nach dem Check-in wandern die
Gepäckstücke in ein äusserst komplexes Transportsystem,
dass mehrere Funktionen erfüllt. Es ist eine Sammel- und
Sortieranlage, aber auch eine gewisse Kurzzeit-Aufbewahrungsanlage
mit Barcodeleser. Denn man kann bereits in der Stadt auf dem
Bahnhof Makkasan einchecken, gibt sein Gepäck dort am Morgen
auf, bekommt die Bordkarte für den Flug am Abend und kann
den ganzen Tag noch in der Stadt verbringen. Abends fährt
man dann im Flughafenzug direkt unter das Terminal und geht
an den Flugsteig. Das Gepäck wurde morgens bereits zum
Flughafen gebracht und hat sich den ganzen Tag in diesem Sammel-
und Sortiersystem die Zeit vertrieben. Hoffentlich hat es dabei
nicht zu häufig angeeckt. |
Die Passagiere gehen nach dem Check-in
und der Immigration in die Concourse D, hier wird noch fieberhaft
an Duty-Free-Läden, Souvenir-Shop und Lounges gehämmert
und geschraubt. Die Concourse D (für uns leichter als „Röhre“
zu bezeichnen) verbindet parallel zur großen Halle die
Concoursen A, B und C auf der linken Seite und E, F und G auf
der rechten Seite. Wenn jede der sieben Concoursen eine eigene
Farbe hätte und auf der Bordkarte der gleiche farbige Streifen
wie der der Concourse-Leitlinie wäre, könnte sich
der Passagier praktisch nicht verlaufen.
Farbe hat eine starke Wirkung in einem Orientierungssystem.
Leider sind in Bangkok nur die Farben Grau, Weiss und Schwarz
vorgesehen, da bleibt also ein enormes Potential zu schöpfen.
Wie es heisst, folgt diese Grau-in-Grau-Gestaltung den Wünschen
des Architekten Jahn, der u.a. in Frankfurt den Messeturm und
in Berlin das Sony-Center gebaut hatte und der zu den bekanntesten
Architekten der Welt gehört.
Dennoch bleibt zu wünschen, dass die Werbung, die auf keinem
Flughafen der Welt fehlt, die Betreiber zur Verwendung von Farben
auch im Organisationssystem zugunsten der Passagiere
ermuntern wird. Die Kennzeichnungen der Wege zu den Flugsteigen
befinden sich zZ immer in Laufrichtung dorthin. Wenn man gegen
die Laufrichtung unterwegs sein sollte, hat man keine Orientierung
vor sich. Auch die Einbahn-Laufbänder folgen diesem Prinzip.
Wehe, man hat etwas vergessen und will den gleichen Weg nochmal
zurücklaufen. Alles zu Fuß!!
Man findet dabei eventuell auch einige schöne Gartenanlagen.
Ein Spezialcheck im Abflugbereich der A380 ergab, dass dort
zZ nur etwa 300 Sitzplätze für bis zu 700 Passagiere
bereitstehen. Aber der A380 ist ja noch nicht Standard.
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Für ankommende Passagiere stehen 23 Gepäckbänder
zur Verfügung, Band 1bis 6 für den Inlandsverkehr, Band
7 bis etwa 15 für alle Star-Alliance-Flüge, Billig-Airlines
und innerasiatische Flüge und 16 bis 23 für alle anderen
interkontinentalen Gesellschaften. Dementsprechend gibt es in der
Ankunftshalle auch drei Ausgänge (A, B und C), an denen Freunde,
die Passagiere abholen wollen, diese erwarten können.
Thailandbesucher ohne Abholer können den Limousinen-Service
der Airlines ab Terminal buchen – oder mit einem Shuttle zum
zentralen Busbahnhof in vier km Entfernung fahren. Dort stehenTaxi
und Busse in alle Richtungen in Thailand zur Verfügung, also
auch nach Bad Taya.
Auf mehrfaches Nachfragen nach dem Eröffnungstermin wurde immer
im Brustton der Überzeugung der 28. September 2006 bestätigt.
Man möchte es ja sooo gerne glauben...
Horst Schumm
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